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Bewertung des Programms „Innovative Hochschule“ fällt durchwachsen aus

NRW-Fachhochschulen bewerten das neue Bundesprogramm

02.05.2016

Neben der Exzellenzinitiative haben Bund und Länder auch ein Programm „Innovative Hochschule“ verabredet, das über 10 Jahre Fachhochschulen und kleinen Universitäten zugutekommen soll. Dieses Programm begrüßen die nordrhein-westfälischen Fachhochschulen grundsätzlich. Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, Prof. Dr. Marcus Baumann, erklärt dazu: „Wir sind froh, dass nun endlich auch Fachhochschulen in den Fokus eines großen Bundesprogramms gerückt werden. Der Standort Deutschland wird weiterhin nur erfolgreich sein, wenn z.B. über die Exzellenzinitiative sowohl bei der Inventionsforschung Geld investiert wird als auch im Innovations- und Applikationsbereich, bei dem Fachhochschulen eng mit Unternehmen zusammenarbeiten und damit dafür sorgen, dass neue Produkte made in Germany den Markt erobern können.“

Kritisch beurteilen die NRW-Fachhochschulen jedoch die konkrete Ausgestaltung des Programms: „Wenn jetzt zu hören ist, dass das Programm lediglich 550 Mio. Euro in zehn Jahren umfassen und davon nur die Hälfte der Förderfälle Fachhochschulen vorbehalten sein soll, dann wird deutlich, dass dieses Programm in seinem Umfang deutlich hinter dem Volumen von Förderprogrammen, die ausschließlich Universitäten adressieren, zurückbleibt. Geht man von Summen von zwei bis vier Millionen pro Förderfall aus, bedeutet dies, dass jedes Jahr nur zwischen fünf und zehn Fachhochschulen hiervon profitieren werden. Allein NRW verfügt über 21 Fachhochschulen, die aus dem Stand in der Lage sind, erfolgversprechende Anträge in einem solchen Wettbewerb zu stellen – man kann sich leicht vorstellen, was da, bundesweit betrachtet, für die einzelne Hochschule übrigbleiben mag“, veranschaulicht Baumann und fordert zudem: „Insbesondere bei den hochschulgesetzlich fixierten Forschungsaufgaben sind die Fachhochschulen deutlich unterfinanziert. Bei der Stärkung der Grundfinanzierung muss daher vor allem im Bereich Forschung ein wesentlicher Zuwachs erfolgen.“

Offen bleibt aus Sicht der Fachhochschulen in NRW, was unter „kleinen Universitäten“ zu verstehen sei, die ebenfalls zu 50 Prozent von diesem Programm profitieren sollen. „Diese Definition bleibt das Programm dem Vernehmen nach schuldig. Die Möglichkeit gemeinsamer Antragstellungen in Kooperation von Universitäten und Fachhochschulen bietet hingegen sicherlich die Chance, neue regionale Verbünde zu initiieren und bestehende Kooperationen zu intensivieren“, so Baumann.

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NRW-FH´s zur Exzellenzinitiative: "Chance ungenutzt gelassen"

25.04.2016

Zum Ergebnis der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über die Fortführung der Exzellenzinitiative erklärt der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Marcus Baumann: „Mit diesem Programm bleibt die Chance ungenutzt, exzellente Forschung an deutschen Hochschulen umfassend zu fördern. Wieder gibt es ein riesiges Förderprogramm, bei dem die Fachhochschulen leer ausgehen und die Forschungsleistung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Fachhochschulen aus der Betrachtung ausgespart bleibt.“

Die Fortführung der Exzellenzinitiative sei für den Standort Deutschland außerordentlich wichtig und könne daher nur begrüßt werden. Aus Sicht der nordrhein-westfälischen Fachhochschulen hätte sie aber genutzt werden können, um die strukturelle Ungleichbehandlung der Hochschultypen bei der Forschungsförderung zu beenden, meint Baumann, der auch Rektor der FH Aachen ist: „Das Gutachten der Imboden-Kommission hat dafür viele gute Argumente geliefert. Etwa, wenn es die Notwendigkeit der Differenzierung des Hochschulsystems betonte, wenn die Einheit von Forschung und Lehre beschworen wurde oder wenn dazu aufgefordert wurde, Ungleichheiten bei den Forschungsbedingungen auszugleichen. Das wären alles gute Argumente gewesen, mit formellen Ausschlussmechanismen bei der Exzellenzinitiative Schluss zu machen und damit auch der Forschung an Fachhochschulen Beteiligungschancen einzuräumen.“

Der Erfolg des deutschen Wissenschaftssystems hänge nicht nur davon ab, dass auf der einen Seite die wichtigen Inventionen an exzellenten Universitäten gefördert würden. Es gehe eben auch darum, den hervorragenden Inventionen zum Produkterfolg zu verhelfen. Forschung an Fachhochschulen leiste hier einen immensen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zum Fortschritt, betont Baumann: „An den Fachhochschulen stellen wir die Frage in den Mittelpunkt, wie wir aus einer wissenschaftlichen Invention eine Innovation, also ein Produkt, und daraus eine praxistaugliche Applikation machen können. Dadurch erst gerät wissenschaftlicher Fortschritt zum Nutzen für die gesamte Gesellschaft. Forschung an Fachhochschulen hat daher eine besondere Bedeutung insbesondere für den Mittelstand, mit dem wir bei der anwendungsbezogenen Forschung intensiv kooperieren.“

Gespannt schauen die Fachhochschulen in NRW nun auf das von Bundesbildungsministerin Wanka angekündigte Förderprogramm für Fachhochschulen und kleine Universitäten. „Dieses Parallelprogramm darf kein Trostpflaster für die Fachhochschulen sein, sondern muss substanziell die Forschungsbedingungen an unseren Hochschulen verbessern und die Forschungsleistung unserer Forscherinnen und Forscher endlich angemessen würdigen. Mit einmaligen Programmen allein ist es jedoch nicht getan. Die Forschung an Fachhochschulen muss auch bei der Grundfinanzierung der Hochschulen sehr viel stärker als bislang berücksichtigt werden“, fordert Baumann.

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Fachhochschulen und Unternehmen - Lohnenswerte Kooperationen in Lehre, Forschung und Transfer

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Prof. Dr. Marcus Baumann, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der Präsident von unternehmer nrw, Horst-Werner Maier-Hunke. (Foto: MIWF)

18.04.2016

Was sind Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit von Fachhochschulen und Unternehmen? Wie kann die Kooperation weiter ausgebaut werden? Welche Rahmenbedingungen sind dafür nötig? Diese und weitere Fragen diskutierten rund 150 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft am Montag, 18.04.2016 in Düsseldorf. Zu der Veranstaltung hatten das Wissenschaftsministerium NRW, die Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW (unternehmer nrw) und die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen eingeladen.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, der Präsident von unternehmer nrw, Horst-Werner Maier-Hunke, und der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, Prof. Dr. Marcus Baumann, eröffneten gemeinsam die Veranstaltung. Alle drei hoben die große Bedeutung der Kooperation zwischen Fachhochschulen und Unternehmen für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts NRW, für die Innovationsfähigkeit der Unternehmen und für die Bildungschancen junger Menschen im Land hervor.

"Fachhochschulen sind gut für NRW. Denn wo wissenschaftliche Neugier auf Anwendungsorientierung trifft, liegt enormes Potenzial, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. Für die Innovationsfähigkeit unserer Unternehmen, die Bildungschancen junger Menschen und die Wettbewerbsfähigkeit NRWs brauchen wir noch mehr Kooperationen zwischen Fachhochschulen und Unternehmen", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

"Die Fachhochschulen sind durch ihren starken Anwendungsbezug hervorragende Partner für die Unternehmen bei Fachkräftesicherung und Innovationen. Es ist daher wichtig, diese Zusammenarbeit weiter zu stärken. Davon profitieren Unternehmen und Fachhochschulen, aber ebenso der Stadort NRW und unsere Gesellschaft insgesamt", erklärte Horst-Werner Maier-Hunke, Präsident von unternehmer nrw.

Prof. Dr. Baumann stellte heraus, dass "die praxisbezogene Kooperation mit Unternehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden die Möglichkeit bietet, den unmittelbaren Nutzen wissenschaftlichen Fortschritts zu erproben und dass sich so im gegenseitigen Wechselspiel von Theorie und Praxis neue Fragestellungen und Herausforderungen für Forschung und Lehre ergeben."

Dass die Kooperation zwischen Fachhochschulen und Unternehmen in NRW vielfach gelebte Praxis ist, wurde in der Veranstaltung anhand von fünf Beispielen deutlich. Im Tandem haben jeweils ein Fachhochschul- und ein Unternehmensvertreter sehr anschaulich dargestellt, wie die Zusammenarbeit in den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer konkret gestaltet werden kann und dass sie für beide Seiten ein Gewinn ist.

Diskutiert wurde anhand der Praxisbeispiele auch, wie die Zusammenarbeit weiter gestärkt werden kann. Eine zentrale Frage war dabei insbesondere, welche Chancen die Zusammenarbeit gerade auch kleinen Unternehmen bietet und wie sie dafür gewonnen werden können.

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Graduierteninstitut NRW stärkt kooperative Promotionen

Fachhochschulen gründen gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung

Bochum, 16.12.15

Die 16 staatlichen und vier staatlich refinanzierten Fachhochschulen sowie die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW haben am 14.12.15 in der Hochschule für Gesundheit in Bochum mit der Unterzeichnung einer Gründungsvereinbarung den Grundstein für das Graduierteninstitut NRW gelegt.

Das Graduierteninstitut NRW als gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen hat den hochschulgesetzlichen Auftrag, kooperative Promotionen an Fachhochschulen und Universitäten nachhaltig zu stärken und auszubauen. Es wird seine Arbeit Anfang 2016 aufnehmen.

Zum Vorsitzenden des Graduierteninstituts NRW wurde der Präsident der Hochschule Bochum, Prof. Dr. Martin Stenrberg, gewählt. Neben ihm gehören der Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Prof. Dr. Hartmut Ihne, und die Prorektorin für Forschung und Weiterbildung der Katholischen Hochschule NRW, Prof.´in Dr. Liane Schirra-Weirich, dem Vorstand des Graduierteninstituts an.

"Mit dem Graduierteninstitut NRW bieten wir strukturierte Promotionsmöglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen aus Fachhochschulen und Universitäten. Zudem leistet das Institut eine wichtige Aufgabe bei der Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und trägt so zum fachlichen Austausch bei", erklärt der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, Prof. Dr. Marcus Baumann. "Wir werden als Vorstand intensiv bei Hochschulleitungen sowie Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen und Universitäten für die kooperative Promotion werben", erläutert Sternberg. "NRW kann mit dem Graduierteninstitut bundesweit Vorreiter werden, wenn es darum geht, Promotionsmöglichkeiten an Fachhochschulen in Zusamenarbeit mit Universitäten zu schaffen."

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Die Rektorinnen und Rektoren, Präsidentinnen und Präsidenten der Fachhochschulen bei der konstituierenden Trägerversammlung des Graduierteninstituts NRW am 14.12.15 in der Hochschule für Gesundheit in Bochum. (Foto: hsg/Volker Wiciok)

Prof. Dr. Marcus Baumann neuer Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW

Bochum, 06.11.2015

Die nordrhein-westfälischen Fachhochschulen haben sich für die kommenden Jahre personell neu aufgestellt. Bei einer Mitgliederversammlung am 05.11.2015 in der Hochschule Bochum wählten die Mitglieder des Vereins "Hochschule NRW - Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW" den Rektor der Fachhochschule Aachen, Prof. Dr. Marcus Baumann, zu ihrem neuen Vorsitzenden.

Der Biotechnologe Baumann löst den scheidenden Präsidenten der Hochschule Bochum, Prof. Dr. Martin Sternberg, als Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz ab. Sternberg leitete das Gremium seit 2011. Ende Februar 2016 wird er turnusgemäß aus seinem Amt als Präsident der Hochschule Bochum scheiden.

Der neu gewählte Vorsitzende Baumann verband den Dank für seine Wahl mit einem großen Dank an Sternberg für seine Arbeit als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz. "Martin Sternberg hat die Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen vier Jahren hervorragend gegenüber Ministerium, Politik und Öffentlichkeit vertreten und dabei wirkungsvolle Interessenvertretungsarbeit für Wissenschaft und Hochschulen im Land geleistet. Ob Hochschulgesetz-Novellierung, Hochschulpakte, Landeshochschulentwicklungsplan oder Gute Arbeit - wir Hochschulen hatten in ihm immer einen zuverlässigen und engagierten Streiter für unsere Interessen. Für diesen Einsatz danke ich Martin Sternberg im Namen der nordrhein-westfälischen Fachhochschulen ganz herzlich", so Baumann.

Sternberg seinerseits dankte der Landesrektorenkonferenz für das ihm über die Jahre entgegengebrachte Vertrauen. "Es war mir immer eine große Freude, für die Interessen der Fachhochschulen zu kämpfen. Das Land kann stolz sein auf seine Fachhochschulen als starke Stützen des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsstandorts. Ich bin mir sicher, dass Marcus Baumann in den nächsten Jahren die Sache der Fachhochschulen klug und energisch und ganz hervorragend vertreten wird", erklärte Sternberg.

Für die Arbeit der Landesrektorenkonferenz in den kommenden Jahren nannte Baumann die Fortsetzung dieser intensiven Interessenvertretungsarbeit als zentrale Aufgabe. "Wir wollen als Fachhochschulen viel bewegen. Das geht nur, wenn wir selbstbewusst in die Diskussionen mit dem Land, der Politik, den anderen Hochschultypen und der Öffentlichkeit gehen. An unseren Hochschulen wird auf internationalem Niveau geforscht und auf der Höhe der Zeit anwendungsorientiert gelehrt. Wir sind verlässliche Kooperationspartnerinnen für Unternehmen und Universitäten", betonte Baumann.

Wichtigstes Projekt sei die Gründung des hochschulgesetzlich verankerten Graduierteninstituts für angewandte Forschung der Fachhochschulen. "Mit dieser neuen Institution wollen wir zum 01.01.2016 starten. Es wird die Möglichkeiten zur kooperativen Promotion an Fachhochschulen und Universitäten nachhaltig stärken und ausbauen und so einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und zur Intensivierung anwendungsbezogener Forschung leisten", so Baumann.

Zu weiteren Mitgliedern des Vorstands der Landesrektorenkonferenz wählte die Mitgliederversammlung Prof. Dr. Ute von Lojewski, Präsidentin der Fachhochschule Münster, als stellvertretende Vorsitzende, Prof. Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und Prof. Dr. Jürgen Kretschmann, Präsident der Technischen Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum als weitere Vorstandsmitglieder.

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Die Mitglieder der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW bei ihrer Sitzung an der Hochschule Bochum. (Prof. Dr. Marcus Baumann 2. v. l., Prof. Dr. Martin Sternberg 3. v. l.)

Gemeinsam gegen Fremdenhass, Menschenfeindlichkeit und Gewalt

Appell der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und des Wissenschaftsministeriums

Bielefeld, Bochum, Düsseldorf, 26. Oktober 2016

Alarmiert durch die zunehmend fremdenfeindlichen Töne und Taten in unserem Land, treten wir entschieden gegen Rassismus und Gewalt ein. Hasstiraden und Hetzparolen, wie sie aktuell im Internet, auf öffentlichen Kundgebungen und bei anderen Gelegenheiten artikuliert werden, haben an unseren Hochschulen und in unserer Gesellschaft keinen Platz. Die Hochschulen sind Orte, an denen das Flüchtlingsthema angemessen, respektvoll und sachlich diskutiert wird und Lösungen gefunden werden. Dafür stehen aufgeklärtes Denken, offener Austausch, Meinungsvielflat und Toleranz.

Die aktuellen Ereignisse zeigen: Wir sind gefordert, ein solch tolerantes Miteinander zu bewahren und uns weiterhin entschieden für unsere Willkommenskultur einzusetzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Zusammenleben durch volksverhetzende und menschenverachtende Parolen und Taten bedroht wird.

Internationale Studierende und Forschende sind an unseren Hochschulen ausdrücklich willkommen. Die Zusammenarbeit mit ihnen kennzeichnet und bereichert unsere Forschung und wissensbasierte Lehre. Die rund 82.000 ausländischen Studierenden in Nordrhein-Westfalen zeugen von der Weltoffenheit und Internationalität, die unsere Hochschulen ausmachen.

Die Bildung und Weiterbildung der wachsenden Zahl von Flüchtlingen in Deutschland ist uns ein großes Anliegen. Dafür setzen wir uns mit einem vielfältigen Angebot und zahlreichen Initiativen ein. Entschieden stemmen wir uns gegen jegliche Art von Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Europa. Studierende, Lehrkräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulen sind dazu aufgreufen, weiterhin so engagiert dabei mitzuwirken.

Gemeinsamer Appell von Hochschulen und Ministerium gegen Fremdenhass, Menschenfeindlichkeit und Gewalt

Studieren ohne Abitur an Fachhochschulen wird immer beliebter

Zugangsprüfung für beruflich Qualifizierte hat am 16. Mai 2015 an der FH Dortmund stattgefunden

Bochum, 18.05.2015

In Nordrhein-Westfalen haben auch Studieninteressierte ohne Abitur oder Fachabitur die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen. Voraussetzung hierfür ist eine Qualifizierung in der beruflichen Bildung. Ein Meistertitel beziehungsweise eine erfolgreich absolvierte berufliche Aufstiegsfortbildung ermöglichen die Aufnahme eines Bachelorstudiengangs an nordrhein-westfälischen Hochschulen. Wer eine mindestens zweijährige Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat und mindestens drei Jahre Berufstätigkeit nachweisen kann, erhält Zugang zu allen seiner beruflichen Ausbildung und Tätigkeit fachlich entsprechenden Bachelorstudiengängen. Der Zugang für darüber hinaus gehende Bachelorstudiengänge erfolgt durch das Ablegen einer Zugangsprüfung oder durch ein Probestudium.

„Studieren ohne Abitur oder Fachabitur erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Gerade die anwendungsorientierte Forschung und Lehre der Fachhochschulen in NRW ist für Studieninteressierte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und erster Berufserfahrung besonders attraktiv“, stellt Prof. Dr. Martin Sternberg, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW, fest.

Für die Zugangsprüfung für in der beruflichen Bildung Qualifizierte haben sich 16 Fachhochschulen in NRW auf ein einheitliches Prüfungsverfahren verständigt. Durch die Prüfung wird festgestellt, ob der oder die Studieninteressierte die fachlichen und methodischen Voraussetzungen für das Studium des angestrebten Bachelorstudiengangs erfüllt. Die Prüfung setzt sich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil zusammen. Inhalte der Prüfungen sind allgemeines und fachbezogenes Wissen aus den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Auch ein Vortrag zur Motivation für die Bewerbung um den angestrebten Studienplatz ist Teil der mündlichen Prüfung. Die Bewerbung für die Zugangsprüfung erfolgt direkt an der Hochschule, an der das Studium aufgenommen werden soll. Die gemeinsame Zugangsprüfung der 16 Fachhochschulen mit einem einheitlichen Prüfungsverfahren hat in diesem Jahr am 16. Mai zentral an der Fachhochschule Dortmund stattgefunden.

Über die genauen Modalitäten der Zugangsprüfung informieren die Hochschulen online. Weitere Informationen finden sich auch unter: www.fh-nrw.de/index.php?id=54.

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Mehr als 650 Promotionsvorhaben an NRW-Fachhochschulen

Promotionen als Ausdruck der Forschungsleistung der Fachhochschulen

Bochum, 26.03.2015

Eine aktuelle Erhebung der NRW-Fachhochschulen gibt einen Überblick über Umfang und Vielfalt bereits bestehender Kooperationen zur Promotion zwischen Fachhochschulen und Universitäten in NRW.

„An den Fachhochschulen in NRW wird in erheblichem Umfang anwendungsbezogen geforscht. Dies spiegelt sich auch in der großen und wachsenden Anzahl von Promotionsverfahren in Kooperation mit Universitäten trotz bestehender Hürden für FH-Promotionen wider. Promotionen sind Ausdruck dieser besonderen Forschungsleistung der Fachhochschulen“, fasst der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW, Prof. Dr. Martin Sternberg, die Ergebnisse der Erhebung zusammen. „Es geht nicht darum, aus Fachhochschulen Universitäten zu machen. Aber die anwendungsorientierte Forschung und Lehre an den Fachhochschulen braucht auch die Qualität der Promotion“, so Sternberg.

Um die Kooperationen zwischen Fachhochschulen und Universitäten zur Promotion zu unterstützen und zu intensivieren, ist im NRW-Hochschulgesetz ein Graduierteninstitut für angewandte Forschung der Fachhochschulen verankert worden. Über diese Einrichtung soll gewährleistet werden, dass Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler  nordrhein-westfälischer Fachhochschulen einfacher Partner-Universitäten für kooperative Promotionsverfahren auch innerhalb Nordrhein-Westfalens finden.

„Selbst wenn in den Universitäten grundsätzlich die Bereitschaft zur Kooperation bei Promotionen besteht, können in der Praxis Fakultäten und Promotionsordnungen noch hohe Hürden setzen. Das Graduierteninstitut soll dabei helfen, diese Hürden zu meistern und kooperative Promotionen zu fördern“, erläutert Prof. Klaus Becker, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer der Fachhochschule Köln. „Zu den Aufgaben des Graduierteninstituts müssen ebenso die Qualitätssicherung sowie hochschulübergreifende Angebote für Promovierende zählen“, so Becker.

Den Ergebnissen der Erhebung ist zu entnehmen, dass derzeit mehr als 650 Promotionsverfahren an insgesamt 16 nordrhein-westfälischen Fachhochschulen laufen. Etwas weniger als die Hälfte der Kooperationen findet zwischen einer Fachhochschule und einer Universität innerhalb Nordrhein-Westfalens statt. Für die Fachhochschulen ist dies auch ein Ausdruck dafür, dass es nach wie vor Schwierigkeiten bei der kooperativen Promotion gibt und sich längst nicht alle Wunschkooperationen innerhalb Nordrhein-Westfalens realisieren lassen. Etwa ein Drittel der laufenden Promotionsverfahren finden unter Beteiligung einer Universität in einem anderen Bundesland statt. An mehr als einem Sechstel der Promotionsverfahren ist eine Universität im Ausland beteiligt.

Mit Abstand am häufigsten wird der akademische Qualifikationsgrad in den Ingenieur- und Naturwissenschaften angestrebt. Das Spektrum der Fächer, in denen Promotionen in Kooperation zwischen Fachhochschulen und Universitäten entstehen, umfasst aber ebenso auch Medizin, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie weitere Disziplinen.

Die Kooperationen der verschiedenen Fachhochschulen und Universitäten aus NRW zur Promotion bestehen in ganz unterschiedlicher Weise. Neben den sechs NRW-Forschungskooperationen U & FH mit einer thematischen Bandbreite von der Geothermie  über die Nano- und Biotechnologie bis hin zur Transformation des Sozialstaats, gibt es drei Fortschrittskollegs NRW mit Beteiligung von Fachhochschulen, weitere Promotionskollegs sowie Rahmen- und Kooperationsvereinbarungen auf Hochschulebene und mit fachlichem Bezug. Hinzu kommen Kooperationsvereinbarungen für einzelne Promotionsvorhaben, die häufig mit Universitäten im Ausland abgeschlossen werden.

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Gute Arbeit des hdw sichert Qualität der Lehre an Fachhochschulen

Neue Kooperationsvereinbarung etabliert das Netzwerk hochschuldidaktische Weiterbildung dauerhaft.

Bochum, 17.03.2015.

Die 20 öffentlich-rechtlichen NRW-Fachhochschulen haben jetzt in Bochum an der Evangelischen Fachhochschule eine neue Kooperationsvereinbarung zur Fortsetzung der Arbeit des Netzwerks hdw nrw unterzeichnet. „Die Qualität der Lehre ist für die Professorinnen und Professoren der nordrhein-westfälischen Hochschulen ein zentrales Thema, die Bereitschaft zur Weiterbildung auf diesem Feld ist sehr hoch. Dazu hat die gute Arbeit des Netzwerkes hdw wesentlich beigetragen und deshalb wollen wir dieses Netzwerk jetzt dauerhaft etablieren und weiterentwickeln“, halten der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Professor Dr. Martin Sternberg, und die Vorsitzende des Lenkungsrates hdw, Professor Dr. Beate Rennen-Allhoff, gemeinsam fest.

Neue Lehr- und Lernformen, das Internet in der Hochschullehre, der Einsatz und die Gestaltung von Lernsoftware, motivierendes Verhalten in Lehrveranstaltungen, Konflikt- sowie Zeit- und Stressmanagement, problem- und projektorientiertes Lernen, Medieneinsatz und Visualisierung, Feedback-Verfahren in Lehrveranstaltungen: Das hdw-Angebot für Neuberufene und auch erfahrene Lehrende ist vielfältig und anspruchsvoll. Rund 300 Workshops bietet das hdw-Netzwerk jährlich landesweit an. Die Veranstaltungen werden sehr gut nachgefragt. Alle 20 beteiligten Hochschulen geben gleichermaßen positive Rückmeldungen.

hdw steht für die hochschuldidaktische Weiterbildung. Finanziert vom Land NRW wurden für das Netzwerk 1999 zunächst drei Arbeitsstellen für Hochschuldidaktik an den Fachhochschulen Aachen, Südwestfalen und Bielefeld eingerichtet. Die Kurse dieser Arbeitsstellen fanden derart positive Resonanz, dass die in der Landesrektorenkonferenz zusammengeschlossenen NRW-Fachhochschulen 2008 beschlossen, nach Auslaufen der Landesfinanzierung die hochschuldidaktische Weiterbildung aus eigenen Mitteln weiterzuführen. Dazu wurde die Form einer gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung der 20 Hochschulen gewählt. Angesiedelt wurde diese Einrichtung an der Fachhochschule Bielefeld. Das Netzwerk besteht heute aus der von Professorin Dr. Tobina Brinker geleiteten Geschäftsstelle in Bielefeld, vertreten an der Außenstelle Aachen von Annett Garten-Gerold, sowie dem Mentorenkreis. Ein vierköpfiger Lenkungsrat kontrolliert die hdw-Arbeit.

Zum Mentorenkreis gehört jeweils ein Mentor aus einer der beteiligten Hochschulen. Prof. Dr. Dominic Becking, ausgewiesener Didaktiker vom Mindener Fachbereich Technik, vertritt die FH Bielefeld im Mentorenkreis. Becking: „Die Neuberufenen nehmen das Angebot des hdw gern an und nutzen diese Zeit des zwanglosen kollegialen Miteinanders, die hdw bietet, auch als Gelegenheit, um als pädagogische Persönlichkeit zu wachsen und sich auch auf einer sehr persönlichen Ebene weiterzuentwickeln.“

Er selbst arbeitet mit vielen neuberufenen Kolleginnen und Kollegen zusammen an seinem Fachbereich Technik. Becking: „Gerade hier zeigt sich, wie der Einfluss des hdw eine positive Lehr-Lern-Atmosphäre zwischen Dozentinnen, Dozenten und Studierenden unterstützt und beflügelt. Die positiven Evaluationen durch die Studierenden geben uns Lehrenden an der FH Bielefeld und damit auch dem hdw ein eindeutiges positives Feedback."

Mit der neuen Kooperationsvereinbarung soll insbesondere die Rolle der Mentoren innerhalb des hdw gestärkt werden. Dem bereits bestehenden Mentorenkreis als Zusammenschluss der Mentoren soll künftig eine noch wichtigere Rolle zukommen, indem er als zweite Säule des Netzwerks neben die Geschäftsstelle in Bielefeld und die Außenstelle in Aachen tritt. Aufgabe des Mentorenkreises sind die weitere Vernetzung der Mentoren und die Bearbeitung hochschuldidaktischer Themen. So werden aktuelle Fragestellungen und Probleme der Lehre gemeinsam bearbeitet und Lösungsansätze entwickelt. Der Mentorenkreis ist dem Lenkungsrat des Netzwerks gegenüber in einem jährlichen Bericht rechenschaftspflichtig. Zusätzlich werden künftig Vertreter der Mentoren beratend in den Lenkungsrat des Netzwerks aufgenommen.

Zudem setzt die neue Kooperationsvereinbarung einen stärkeren Schwerpunkt bei der Qualitätsentwicklung der Weiterbildungsangebote. So soll die Arbeit des Netzwerks künftig alle fünf Jahre einer Evaluation unterzogen werden.

Unterzeichnung der neuen hdw-Kooperationsvereinbarung (Frau Prof. Dr. Rennen-Allhoff, Herr Prof. Dr. Sternberg sitzend)

Grundgesetzänderung muss Fachhochschulen stärken

Berlin, 28.10.2014

Hochschulleitungen der Länder fordern Berücksichtigung von Fachhochschulinteressen in Art. 91b Grundgesetz (Kooperationsverbot)

Download der Pressemitteilung (PDF)

Download einer Stellungnahme zum Thema (PDF)

NRW-Masterprogramm und Monitoring-Bericht zum Studienanfängerjahr 2014

Bochum, 30.07.2014

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat heute bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf im Beisein von Frau Prof. Dr. Ute von Lojewski als Vertreterin der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen und Herrn Prof. Dr. Holger Burckhart als Vertreter der Landesrektorenkonferenz der Universitäten das Master-Programm des Landes vorgestellt. Zweites Thema war der Monitoring-Bericht zum Studienanfängerjahr 2014.  

Die offizielle Pressemitteilung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen ist unter folgendem Link abrufbar: 

Neues Master-Programm des Landes stellt Weichen - Wieder ausreichend Studienplätze im Wintersemester

Fragwürdige Rahmenvorgaben, schwache parlamentarische Rolle und fehlende zukunftsweisende Impulse

Fachhochschulen nehmen zum Regierungsentwurf des Hochschulzukunftsgesetzes Stellung

Gemeinsame Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Kanzlerinnen und Kanzler und der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW 

Dortmund/Bochum, 05.06.2014

An ihrer Kritik am Hochschulzukunftsgesetz halten die nordrhein-westfälischen Fachhochschulen fest. Zwar enthält der aktuelle Regierungsentwurf wichtige Korrekturen gegenüber dem im November 2013 vorgelegten Referentenentwurf; beispielsweise wurden tragfähigere Regelungen zur Ausgestaltung des geplanten Liquiditätsverbunds oder zur Drittmitteltransparenz vorgesehen. Trotz solcher Anpassungen bleiben Duktus beziehungsweise Ausrichtung des Gesetzesvorhabens und damit auch die daran zu übende Kritik unverändert. Das HZG beschränkt sich fast ausschließlich darauf, Steuerungs-Strukturen zu verändern und den Einfluss des Ministeriums zu stärken. Die Fachhochschulen kritisieren besonders die im Hochschulzukunftsgesetz angelegte schwache Rolle des Parlaments und die einseitige Stärkung der Ministerialbürokratie, auch zu Lasten der Hochschulautonomie. Über die Schaffung eines völlig neuen Rechtsinstruments in Form von Rahmenvorgaben versucht das Ministerium, sich massive Eingriffsmöglichkeiten in die operative Hochschultätigkeit zu sichern. Ein solches Ansinnen sieht Kanzler-Sprecher Heinz Henkemeier mit Sorge: „Ohne parlamentarische Kontrolle eröffnen juristisch fragwürdige Rahmenvorgaben einen äußerst weiten Handlungsspielraum“. Darüber hinaus sind weitgehende Strukturentscheidungen der Zustimmung des Landtags entzogen. Exemplarisch seien die Verabschiedung des Landeshochschulentwicklungsplans als zentrales Steuerungsinstrument sowie die Entscheidung über Schließung von Hochschulstandorten genannt. Auch werden allein durch neue oder anders zusammengesetzte Gremien an den Fachhochschulen weder der Studienerfolg erhöht noch das Forschungspotential im gesamtgesellschaftlichen Interesse gestärkt oder die Qualifikations- und Karrieremöglichkeiten von Beschäftigten nachhaltig verbessert.

Zukunftsweisende Impulse, wie die überfällige Öffnung des Promotionsrechts für Fachhochschulen, fehlen bislang. Daher hofft der LRK-Vorsitzende Prof. Dr. Martin Sternberg auf die weitere parlamentarische Beratung: „Hier sollte sich NRW ähnlich mutig zeigen wie die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein und ein auf besonders forschungsstarke Bereiche beschränktes Promotionsrecht unter parlamentarischer Kontrolle erproben.“


Eine ausführliche Darstellung der Fachhochschulpositionen finden Sie in der nachfolgenden Stellungnahme: Gemeinsame Stellungnahme der Kanzer AG und LRK der Fachhochschulen NRW zum HZG Entwurf

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NRW Fachhochschulen verleihen ihrer Forderung nach einer Experimentierklausel im Hochschulzukunftsgesetz Nachdruck

Qualitätsgeleiteter Hochschulverbund soll Promotionsrecht erhalten

Bochum, 20.03.2014

In einigen Bundesländern wird zurzeit sehr konkret über gesetzliche Regelungen für Promotionen an Fachhochschulen diskutiert und verhandelt, nicht aber in Nordrhein-Westfalen. Im Referentenentwurf für das vom Wissenschaftsministerium so genannte Hochschulzukunftsgesetz findet sich zu Promotionen an Fachhochschulen noch nicht einmal eine Experimentierklausel. Das haben die Fachhochschulen bereits in ihrer Stellungnahme kritisiert und Vorschläge für eine mögliche Öffnung gemacht. "In seiner Entwurfsfassung bremst das Hochschulzukunftsgesetz die Hochschulen für angewandte Wissenschaften bei der Forschung aus, anstatt sie voranzubringen“, so der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz (LRK) der Fachhochschulen in NRW, Prof. Martin Sternberg. In Sorge um die Anschlussfähigkeit der NRW-Fachhochschulen sowohl im bundesdeutschen als auch im internationalen Wettbewerb trafen sich deshalb am 21.02.2014 Fachhochschulvertreterinnen und - vertreter an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Das Ergebnis intensiver Diskussionen ist eine Konkretisierung ihrer Forderung nach einem entsprechenden Passus zur Promotion im neuen Hochschulgesetz.

„Die nordrhein-westfälischen Fachhochschulen fordern vom Land das Promotionsrecht für ein gemeinsames qualitätsgeleitetes Graduierteninstitut für angewandte Forschung“, erklärt Prof. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Mit diesem NRW-Graduierteninstitut entsteht eine Struktur, die Promotionsvorhaben auf höchstem wissenschaftlichem Niveau optimal unterstützt. In interdisziplinären Themenfeldern forschen Doktorandinnen und Doktoranden und sammeln Erfahrungen in der Lehre. Gleichzeitig sichert ein transparentes System von Betreuung und Bewertung nach den vom Wissenschaftsrat empfohlenen Standards die Qualität der Promotionen.

Die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen wird für Spitzen- Nachwuchskräfte  gesteigert. Aber auch die Wirtschaft profitiert. Immer komplexer werdende Tätigkeiten führen dazu, dass auch dort zunehmend  Promovierte eingestellt  werden. „Nordrhein-Westfalen hat die Möglichkeit, doch noch ein echtes Zukunftsgesetz zu beschließen, indem es als erstes Bundesland einem Qualitätsverbund  aus Hochschulen ein eigenes Promotionsrecht verleiht“, sagt Prof. Karl-Richard Korff, Vizepräsident für Lehre, Forschung und Weiterbildung der Fachhochschule Münster.

Aus Sicht der Fachhochschulen ist es dringend geboten, mit einem Hochschulgesetz die Weichen zu stellen und Zeichen für die Zukunft zu setzen. Sie fordern den Landtag auf, jetzt die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Weitere Details können der "Bonner Erklärung der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW" entnommen werden, die wie der Pressetext als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung steht.

 

„Ein bewährtes Instrument, das zu einem modernen Hochschulgesetz passt“

NRW-Fachhochschulen und Wissenschaftsministerium unterzeichnen Ziel- und Leistungsvereinbarungen

Bochum, 17. Februar 2014

Das Wissenschaftsministerium und die öffentlich-rechtlichen Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen unterzeichnen am Montag (17. Februar) in Düsseldorf die sogenannten Ziel- und Leistungsvereinbarungen (ZLV). Das bis Ende 2015 gültige Abkommen enthält unter anderem Verabredungen über die Forschungsschwerpunkte der Hochschulen und neue berufsbegleitende Studienangebote. Auch über die avisierte Verringerung der Studienabbrecherquote erzielten die Verhandlungspartner nach ausführlicher Diskussion Einigkeit.

„Aus unserer Sicht sind die Ziel- und Leistungsvereinbarungen grundsätzlich das richtige Instrument, um gemeinsam mit dem Ministerium die Zukunft der NRW-Hochschullandschaft zu gestalten“, sagte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz (LRK) der Fachhochschulen in NRW, Prof. Dr. Martin Sternberg. Mit der Unterzeichnung wolle die LRK ein Zeichen setzen, auch mit Blick auf die im geplanten Hochschulzukunftsgesetz (HZG) vorgesehenen zusätzlichen Rahmenvorgaben, die bei den NRW-Hochschulen auf Ablehnung stoßen. „Die Ziel- und Leistungsvereinbarungen sind ein mächtiges Steuerungsinstrumente für das Land. Die Erfolge der Hochschulen in den vergangenen Jahren zeigen, dass die Zusammenarbeit mit dem Land auch ohne zusätzliche Rahmenvorgaben hervorragend funktioniert“, so Sternberg. Die LRK der Fachhochschulen sehe in den Ziel- und Leistungsvereinbarungen „ein bewährtes Mittel, das zu einem modernen Hochschulgesetz passt“.

Dem erfolgreichen Vertragsschluss waren intensive Diskussionen um konkrete Formulierungen vorausgegangen, insbesondere über die Grundlagen zur Berechnung des Studienerfolgs. Natürlich liege es im gemeinsamen Interesse von Landesregierung und Hochschulen, die Quote der Studienabbrecher bis zum Jahr 2016 zu senken, betonte Sternberg. Der LRK-Vorsitzende ließ allerdings auch die damit verbundenen Herausforderungen nicht unerwähnt. „In die Hochschulen strömen Studieninteressierte unterschiedlichster Vorbildung. Unter diesen Bedingungen den Studienerfolg zu steigern ist schwierig, aber wir arbeiten intensiv daran. Selbstverständlich darf dabei die Qualität des Studiums nicht sinken“, sagte Sternberg.  

Aus Sicht der Fachhochschulen sei über die genannten Punkte hinaus vor allem die Verständigung über die Forschungsschwerpunkte der einzelnen Hochschulen ein zentraler Aspekt der Vereinbarungen, so Sternberg. Auch die „klassischen FH-Themen“ Weiterbildung und berufsbegleitendes Teilzeit-Studium seien für die Fachhochschulen wichtig – hier können sie ihre praxisnahen Kompetenzen besonders gut einbringen, so die einhellige Meinung der LRK-Mitglieder. Der Text der einzelnen Verlautbarungen findet sich im Wortlaut unter www.wissenschaft.nrw.de.

Pressemitteilung als PDF-Dokument

Hochschul-Gesetzentwurf mit zu vielen Regulierungen und zu wenig Perspektive

Hochschulen brauchen Entwicklungsmöglichkeiten

Gemeinsame Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Kanzlerinnen und Kanzler und der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW

Dortmund/Bochum 9. Januar 2014

Anders als der Titel „Hochschulzukunftsgesetz“ erwarten lässt, enthält der Entwurf keine grundsätzliche Perspektive für die Weiterentwicklung des Hochschulwesens. Die NRW-Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften sehen in dem Referentenentwurf eine Vielzahl an rückwärtsorientierten Schritten, die die Handlungsfähigkeit der Hochschulen einschränken  und damit Lehre und Forschung gefährden. Die Erfolge der Hochschulen in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Hochschulautonomie den Studierenden und der Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen Nutzen bringt.

Offenbar sieht die Landesregierung einen erheblichen Bedarf an zusätzlichen direktiven Steuerungsinstrumenten. Die Hochschulen können dies nicht nachvollziehen, haben sie sich doch in den vergangenen Jahren als zuverlässige Partner in einem sich wandelnden und stetig wachsenden Hochschulsystem bewiesen und sind sorgfältig und transparent mit den ihnen anvertrauten Ressourcen umgegangen. Die Notwendigkeit zusätzlicher Genehmigungsvorbehalte, Ersatzvornahmen, Verordnungsermächtigungen und sogar der Schaffung eines neuen, äußerst fragwürdigen, in der deutschen Rechtsgeschichte bislang unbekannten Rechtsnormtyps „Rahmenvorgabe“ wurde bislang nicht anhand konkreter Fehlentwicklungen aufgezeigt. Eine von den Hochschulen gewünschte Evaluation des Hochschulfreiheitsgesetzes ist nicht erfolgt.

Die Hochschulen fordern deshalb, das Übermaß an staatlichen Regulierungen auf das wirklich Notwendige zu reduzieren. Ein funktionsfähiges, an gesellschaftlichen Bedarfen orientiertes Hochschulwesen erfordert eine ausgewogene Balance zwischen notwendiger Hochschulautonomie und staatlicher Verantwortung. Nur so lassen sich effiziente Prozesse vor Ort bei gleichzeitiger Sicherung berechtigter Landesinteressen und Schärfung eines wissenschaftlichen Gesamtprofils Nordrhein-Westfalens gewährleisten.

Bedenklich stimmt in diesem Zusammenhang auch die im Gesetzentwurf angelegte schwache Rolle des Parlaments. Weitgehende Strukturentscheidungen sind der Zustimmung des Landtags entzogen. So soll die Entscheidung über die abschließende Fassung des Landeshochschulentwicklungsplans oder die Schließung von gesetzlich bestimmten Hochschulstandorten ausschließlich der Ministerialbürokratie obliegen.

Martin Sternberg, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der nordrhein-westfälischen Fachhochschulen: „Der Entwurf enthält viel zu viele Detailregelungen und staatliche Eingriffe und zu wenig Öffnungsklauseln, etwa für die Weiterentwicklung der kooperativen Promotion oder die Bildung neuer Hochschultypen, wie vom Wissenschaftsrat vorgeschlagen.“ Zudem offenbare der Gesetzentwurf handwerkliche Schwächen, bemerken die Sprecher der Fachhochschulkanzler Rolf Pohlhausen und Heinz-Joachim Henkemeier beispielsweise mit Blick auf die Bestimmungen zum Aufbau eines Liquiditätsverbundes der Hochschulen. „Verwendung unpassender oder unklarer Begrifflichkeiten, Nichtberücksichtigung bilanzieller Aspekte hinsichtlich der Gestaltung des Jahresabschlusses und eine Formulierung, die weit über die vermutliche Zielrichtung hinausgeht - hier besteht noch deutlicher Nachbesserungsbedarf“, so deren deutliche Kritik.

Die nordrhein-westfälischen Hochschulen haben bewiesen, dass sie mehr Vertrauen verdient haben als aus dem Referentenentwurf spricht. Transparenz gegenüber dem Land und Abstimmung mit dem Ministerium sind auch auf anderem Weg möglich.

Pressemitteilung als PDF-Dokument

LRK-Pressestatement zu aktuellen Entwicklungen der Studienanfängerzahlen in NRW im Wintersemester 2013/14

Bochum, 30. September 2013

Das Pressestatement der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW zur gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Landesrektorenkonferenz der Universitäten NRW anlässlich des Wintersemesterstarts 2013/14 am 30.09.2013 ist unter folgendem Link abrufbar:

LRK-Pressestatement 30.9.2013

Neuer Vorstand der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW

Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedshochschulen bei der LRK-Sitzung am 14.02.2013 an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Foto: Eva Tritschler

 

Zum 1. September 2013 tritt der neu gewählte Vorstand der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen Nordrhein-Westfalen sein Amt an

 Bochum, 12.08.2013

„Ich freue mich sehr darüber, von den Mitgliedern der LRK im Amt des Vorsitzenden für zwei weitere Jahre bestätigt worden zu sein“, teilt Prof. Dr.  Martin Sternberg, amtierender und auch zukünftiger Vorsitzender der LRK und Präsident der Hochschule Bochum, mit. Bei der Wahl am 21. Juni 2013 wurde Prof. Dr. Ute von Lojewski, Präsidentin der Fachhochschule Münster, zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neu im Vorstand des Vereins sind ab dem 1. September 2013 Prof.Dr. Peter Berker, Rektor der Katholischen Hochschule NRW und Prof.Dr. Christoph Seeßelberg, Präsident der Fachhochschule Köln.

Der gemeinnützige Verein „Hochschule NRW – Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW“ eröffnet seinen 20 Mitgliedshochschulen Freiraum, um über die Grenzen einzelner Hochschulen hinweg über wissenschaftspolitische Herausforderungen und Probleme zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln. Gemeinsame Anliegen werden gebündelt und etwa durch die Bildung von Netzwerken effektiv verfolgt und zusammen vertreten. Beispielhaft für diese Zusammenschlüsse sind das „Netzwerk Hochschuldidaktische Weiterbildung Nordrhein-Westfalen“ und das „Institut für Verbundstudien“. Koordiniert werden die gemeinsamen Aktivitäten der Hochschulen durch eine Geschäftsstelle.  

„Ich danke den Mitgliedern des noch amtierenden Vorstands ganz herzlich für ihr großes Engagement in den letzten zwei Jahren“, so Sternberg. Prof.Dr. Beate Rennen-Allhoff, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld, war über sieben Jahre im Vorstand aktiv. Von 2009 bis September 2011 stand sie dem Verein vor, in den letzten zwei Jahren war sie stellvertretende Vorsitzende. Zur diesjährigen Wahl trat sie nicht noch einmal an. Prof. Dr. Gerhard Schäfer, Rektor der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und Vorstandsmitglied bis September 2013, stellte sich ebenfalls nicht zur Wiederwahl.

Tätigkeitsschwerpunkte der nächsten Zeit werden der Gesetzgebungsprozess zum Hochschulzukunftsgesetz, die Bewältigung der hohen Studierendenzahlen und die Weiterentwicklung der Forschung an Fachhochschulen sein.

 Download der Pressemitteilung

Fachhochschulen verantwortungsvolle Arbeitgeber

Rückschlüsse aus der DGB-Umfrage zur Beschäftigtensituation an Hochschulen

Gemeinsame Pressemitteilung der Arbeitgmeinschaft der Kanzlerinnen und Kanzler und der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW

Dortmund/Bochum 1. Juli 2013

Die Ergebnisse einer heute vom Deutschen Gewerkschaftsbund vorgelegten Befragung von Hochschulbeschäftigten zur Arbeitszufriedenheit an den NRW-Hochschulen vermitteln ein aktuelles Stimmungsbild der Beschäftigten. Darin aufgezeigten Herausforderungen wird man konstruktiv begegnen. „Sie können der Auftakt eines landesweiten Diskussionsprozesses sein“, so der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, Prof. Martin Sternberg. Aktuell beteiligen sich die Fachhochschulen bereits an der Erarbeitung eines Rahmenkodex "Gute Arbeit an Hochschulen", koordiniert durch das zuständige Fachministerium.

Gleichwohl darf man nicht verkennen, dass „Gute Arbeit“ auch „Gute Finanzierung“ erfordert. “Die zunehmende Abhängigkeit von befristeten Sonder- oder Drittmitteln gibt nur begrenzten Spielraum für unbefristete Arbeitsverträge“, betont Heinz-J. Henkemeier aus Sicht der NRW-Fachhochschulkanzler. Auch für den aktuellen Mehrbedarf beim Hochschulpersonal durch den doppelten Abiturjahrgang und die steigenden Studierendenzahlen stehen nur zeitlich befristete Mittel zur Verfügung. Auf jeden Fall ist der Haushaltsgesetzgeber gefordert, die notwendige finanzielle Planungssicherheit zu ermöglichen.

Bei der Interpretation der vom DGB vorgelegten Umfrageergebnisse zur Arbeitssituation und         -zufriedenheit muss zudem berücksichtigt werden, dass Hochschulen in den letzten 10 bis 15 Jahren etliche zusätzliche und gänzlich neue Aufgaben parallel zu bewältigen hatten bzw. haben. Exemplarisch seien die Umsetzung der Bologna-Reform, das Akkreditierungswesen, die Umstellung des Rechnungswesens oder die Bewältigung der erheblich gestiegenen Studienplatznachfrage genannt. Seit dem Jahr 2000 steht nun auch noch die insgesamt vierte Novellierung des Landeshochschulgesetzes an. Getragen wurden die notwendigen Umsetzungsprozesse von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowohl im wissenschaftlichen Bereich als auch in Technik und Verwaltung. Solche starken Veränderungen wirken sich zwangsläufig auf den Arbeitsalltag aus und können durchaus als Belastung empfunden werden.

Die gewerkschaftliche Forderung nach Beseitigung der Vergütungsunterschiede zwischen Universitäten und Fachhochschulen erscheint nachvollziehbar, ja eigentlich sogar zwingend.

Download der Pressemitteilung

Hochschulpakt: Bund und Länder wollen Ausweitung des Finanzvolumens

Wissenschaftsministerin Schulze: Der Knoten ist endlich durchschlagen – Aussicht auf rund zwei Milliarden Euro mehr für NRW-Hochschulen aus dem Hochschulpakt

Düsseldorf 12. April 2013

Die entsprechende Presseinformation finden Sie unterfolgendem Link:

Presseinformation Hochschulpakt

Fachhochschulen befürchten Reise in hochschulpolitische Vergangenheit

Pressemitteilung der nordrhein-westfälischen Fachhochschulen zu
den Eckpunkten des geplanten Hochschulzukunftsgesetzes

Dortmund/Bochum 21. Februar 2013

Die nordrhein-westfälische Landesregierung bereitet gegenwärtig eine umfassende Reform des NRW-Hochschulgesetzes vor. Im vergangenen November hatte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in einem Eckpunktepapier ihre Vorstellungen und Ziele für ein solches Gesetzesvorhaben präsentiert.

Die Fachhochschulen des Landes legen nunmehr ein Positionspapier zu der beabsichtigten Gesetzesnovelle vor. Die Stellungnahme ist deutlich: Die geplante Gesetzesnovelle ist aus Sicht der Fachhochschulen ein Rückschritt. Prof. Dr. Martin Sternberg, Präsident der Hochschule Bochum und Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW: „Wir befürchten die Rückkehr zur längst überholten ministeriellen Detailsteuerung alter Art.“ Grund für seine Befürchtungen ist die Absicht der Landesregierung, über sog. Rahmenvorgaben, einem in der Bundesrepublik bislang nicht bekannten Rechtsinstrument,  wieder verstärkt in die Personal- und Wirtschaftsführung der Hochschulen einzugreifen. Derartige Beschränkungen der Hochschulautonomie sind nach Ansicht der Fachhochschulen nicht nur völlig unnötig, sondern geradezu „kontraproduktiv“. „Wir gehen außerordentlich verantwortungsvoll mit unserer Autonomie um und sie hat uns schnell und leistungsfähig gemacht.“, so Sternberg, „Das zeigt sich gerade jetzt bei der Bewältigung der seit Jahren anhaltend hohen Studienplatznachfrage.“

In den aktuellen Debatten – insbesondere im parlamentarischen Umfeld – wird zur Legitimation neuer Eingriffsrechte zunehmend der Eindruck erweckt, es bestehe ein Mangel an notwendigen Steuerungsinstrumenten zur Sicherung berechtigter Landesinteressen. Auch von einem „Blindflug in der Mittelverwendung“, überhaupt von mangelnder Transparenz ist mit Blick auf das gegenwärtige Autonomieniveau der Hochschulen die Rede. Derartige Einschätzungen sind nach Ansicht von Heinz-Joachim Henkemeier, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Kanzlerinnen und Kanzler der Fachhochschulen in NRW, völlig unzutreffend.

Das Land verfüge bereits heute über einen umfangreichen Katalog von Instrumentarien, um sich ein Bild von dem Geschehen in den Hochschulen zu machen, vom obligatorischen Wirtschaftsplan über den kaufmännischen Jahresabschluss, der vom Wirtschaftsprüfer testiert und offen gelegt werden muss, über spezifische Verwendungsnachweise bis hin zu Monitoring-Gesprächen, die das Wissenschaftsministerium mit den Hochschulleitungen führt. „Im Übrigen hat das Wissenschaftsministerium bereits heute das Recht, sich über alle Angelegenheiten der Hochschule zu informieren“ so Kanzler-Sprecher Heinz Henkemeier. Das Land ist seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Formulierung politisch-strategischer Ziele für den Hochschulbereich in der Vergangenheit nicht nachgekommen, kritisieren die Fachhochschulen. Ein sinnvolles Berichtswesen und eine darauf aufbauende Steuerung des Hochschulsystems lassen sich aber nur realisieren, wenn die strategischen Ziele seitens des Landes klar formuliert sind.  

Völlig vermissen lässt das Eckpunktepapier innovative Ideen zur strukturellen Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems. “Glauben wir denn wirklich, dass die heutige starre Struktur aus Universitäten und Fachhochschulen das bestmögliche System für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes ist? Warum probieren wir nicht mal neue Hochschultypen oder andere Kooperationsformen aus?“ fragt Prof. Dr. Martin Sternberg. Er fordert: „Wir brauchen Öffnungsklauseln im Gesetz, die so etwas ermöglichen!“. In NRW könnte beispielsweise die Erprobung neuer institutioneller Formen, wie vom Wissenschaftsrat angeregt, wertvolle Impulse entfalten.

Die Stärkung der Forschung an Fachhochschulen sollte bei der Gesetzesnovellierung ebenfalls berücksichtigt werden. „Fachhochschulen wollen und müssen forschen. Dafür haben sie heute zu wenig Zeit! Hier brauchen wir Lösungen, ohne dass die Lehre darunter leidet.“ weist Sternberg auf ein besonderes Anliegen hin.

Selbstverständlich kann eine Debatte über strukturelle Veränderungen nicht völlig losgelöst von Finanzierungsaspekten erfolgen. Seit Jahren klagen die Hochschulen über eine unzureichende Grundausstattung. Zur Bewältigung des im Zeitverlauf gewachsenen Aufgabenspektrums ist eine danach bemessene, planbare Ressourcenausstattung erforderlich. „Neben den vielen zusätzlichen Aufgaben, die die Hochschulen zu erledigen haben, rauben uns auch die massiven Preissteigerungen im Energiesektor die letzten Spielräume“, beklagt Henkemeier. „Das lasse sich auch mit den zweckgebundenen Mitteln aus dem Hochschulpakt nicht kompensieren“, so seine Einschätzung.

Die Fachhochschulen des Landes Nordrhein‐Westfalen tragen maßgeblich dazu bei, einen Bildungsaufstieg für alle Talente zu ermöglichen. Es finden sich dort Studentinnen und Studenten aus allen Teilen der Gesellschaft, viele Menschen mit Migrationshintergrund und in zunehmendem Maße Studierende ohne Abitur oder Fachabitur. Mit einer Vorwärtsorientierung, dem Erhalt der Autonomie und innovativen Elementen kann das Hochschulgesetz aus Sicht der Fachhochschulen zu einem echten Hochschulzukunftsgesetz werden, das dem Land zu einem exzellenten und durchlässigen Wissenschaftssystem im europäischen und globalen Kontext verhilft.

Eine prägende Persönlichkeit verlässt die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW

Herr Prof. Metzner im Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen Foto: C.Jezewski

Pressemitteilung der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW zur offiziellen Verabschiedung von Herrn Professor Joachim Metzner auf der LRK-Sitzung am 11. Oktober 2012

Eine prägende Persönlichkeit verlässt die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW

Nach 23 Jahren wird Herr Professor Dr. Dr. h.c. Joachim Metzner aus der LRK verabschiedet

Köln, 11. Oktober 2012

Die Präsidentinnen und Präsidenten sowie Rektorinnen und Rektoren der Nordrhein-Westfälischen Fachhochschulen verabschieden auf der heutigen Sitzung der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW (LRK)  an der Rheinischen Fachhochschule Köln ihr langjähriges Mitglied Professor Joachim Metzner. Herr Metzner, von 1989 bis 2012 Präsident der Fachhochschule Köln  war im gleichen langen Zeitraum fester Bestandteil und tragende Säule der LRK. Er hat den Emanzipationsprozess, den die zu Beginn seiner Amtszeit noch junge Hochschulart Fachhochschule durchlaufen musste, maßgeblich mitgestaltet. So führte er die Fachhochschulen zur heutigen Leistungsfähigkeit.

Die Länge seiner Amtsführung als Rektor und Vorsitzender spricht für seinen außerordentlich integrativen Charakter. Professor Metzner zeichnet sich dadurch aus, dass er über Jahrzehnte in der Lage war, nicht nur die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Hochschulen, sondern auch die der Gruppen innerhalb der Hochschule - der Studierenden, der Lehrenden, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im wissenschaftlichen Bereich, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung - zu vereinen und auf wenige Ziel auszurichten. Zu diesen Zielen zählen unter anderem hochwertige Lehre, gesellschaftsrelevante Forschung, Transfer in die Wirtschaft und internationale Einbindung in Hochschul- und Universitätsnetzwerke.

Zu seiner heutigen Verabschiedung gab es für Metzner, der von 1991 bis 2008 als Vorsitzender die LRK persönlich mit großem Einsatz vertrat, neben einer Urkunde auch eine große Torte.

Joachim Metzner hat neben seinen unbestrittenen wissenschaftlichen Qualifikationen und seiner über die Jahre bewiesenen Führungskompetenz auch herausragende menschliche Qualitäten gezeigt, die für die deutsche Hochschullandschaft beispielgebend sind.

Professor Martin Sternberg, Vorsitzender der Vertretung der Fachhochschulen in NRW honorierte das Engagement des ehemaligen Präsidenten der Fachhochschule Köln mit den Worten: „Wir alle danken Ihnen für Ihr überragendes Engagement für die Fachhochschulen und das Hochschulwesen, Ihre langjährige Vertretung der Interessen der Fachhochschulen gegenüber Politik, Wirtschaft und Presse, Ihre stets kompetente und humorige Sitzungsleitung und die Gewährung von Einblicken in die kölsche Denk- und Lebensart. Wir wünschen Ihnen alles erdenklich Gute für die kommenden produktiven Jahre.“

Offener Brief der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW an Herrn Professor Dr. Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz

Bochum, 27.09.2012

Sehr geehrter Herr Kollege Hippler,

seit Ihrer Wahl zum Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz haben Sie sich wiederholt mit kritischen Äußerungen zur Bologna-Reform an die Öffentlichkeit gewandt. Die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW hält Ihre pauschale Kritik an der Bologna-Reform und insbesondere an der Qualifikation der Bachelorabsolventinnen und -absolventen für nicht akzeptabel. Ihre Beurteilung verkennt die Realität, entwertet die Arbeit der deutschen Hochschulen und verunsichert in unverantwortlicher Weise Studierende wie Arbeitgeber. Damit haben Sie die Konsenslinie verlassen, die bislang innerhalb der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eingehalten wurde.

Viele Hochschulen haben die vergangenen zwölf Jahre erfolgreich genutzt, um wissenschaftsbasierte, berufsqualifizierende und persönlichkeitsbildende Bachelorstudiengänge zu entwickeln und umzusetzen. Ergänzt wurden diese um fachlich vertiefende oder verbreiternde Masterstudiengänge. Die gestuften Abschlüsse sind von Studierenden in hohem Maße akzeptiert sowie in Wirtschaft und Verwaltung mehrheitlich gewünscht und anerkannt.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat jüngst Daten veröffentlicht (iwd, Ausgabe 36, 6.9.2012), die auf eine Befragung von 1015 Unternehmen im Februar 2012 zurückgehen. Danach steigen Bachelorabsolventen zu Beginn ihrer Karriere meist in vergleichbarer Weise in die Berufswelt ein wie Master- und Diplomabsolventen. Ihr Einstiegsgehalt beträgt im Durchschnitt 39.700 Euro, während ein Masterabsolvent mit 41.600 Euro beziehungsweise ein Diplomabsolvent mit 41.200 Euro nur geringfügig mehr verdient. Der Bachelorabschluss, mit dem derzeit 47 Prozent der Fachhochschulabsolventen und 23 Prozent der Universitätsabsolventen ihre Karriere beginnen, ist für den berufsorientierten Akademiker wie für den Unternehmer ein außerordentlich attraktiver Hochschulabschluss.

Neun von zehn Unternehmen gaben an, dass sie zwischen FH- und Uni-Absolventen keinen Unterschied machen.

Natürlich ist überall da, wo Innovation gelebt wird, nicht nur Licht, sondern auch Schatten. Übermäßig verschulte und überfüllte Studiengänge, möglicherweise mit Anwesenheitspflicht, sind Fehlentwicklungen, die zu korrigieren sind und auf einem falschen Verständnis der Bologna-Reform beruhen. Gut gemacht ist ein Studium heute zielführender und erfolgreicher zu durchlaufen als in der Vergangenheit. Die Bologna-Reform hat den Fokus auf die Studierenden gerichtet sowie das Bewusstsein für Studierbarkeit, Qualität der Lehre, Aktualität und Relevanz der Inhalte und wissenschaftliche Methoden geschärft. Persönlichkeitsbildung ist keine Frage von Bologna, sondern von sinnvoll gestalteten Studiengängen. Studienzeitverlängerungen, aus welchen Gründen auch immer, sind heute genauso möglich wie zu Zeiten der Diplom- und Magisterstudiengänge, allenfalls eingeschränkt durch die BAföG-Bedingungen oder Finanzierungsprobleme – aber auch das ist kein Novum der gestuften Studienabschlüsse. Die Hochschulen haben es in der Hand, Studierbarkeit und Qualität sicherzustellen sowie Bildung und Ausbildung miteinander zu verzahnen. Eine Pauschalkritik an Bologna verschleiert Ursache und Wirkung. Auch andere, sehr leistungsfähige Hochschulsysteme haben seit langem ein gestuftes System der Abschlüsse und einen offenen Arbeitsmarkt für Bachelorabsolventen.

Junge Menschen sind heute zu Recht stolz auf „ihren“ Bachelorabschluss. Wir bedauern sehr, dass Sie das schlecht reden, was von Studierenden mit Fleiß und Mühe an unseren Hochschulen erworben wurde. Verantwortung und Fürsorgepflicht haben wir gegenüber denjenigen, die Ziel und Zweck unseres Tuns an den Hochschulen sind.

Sehr geehrter Herr Hippler, wir sind davon überzeugt, dass Sie mit Ihrer grundsätzlichen Kritik am Bologna-System, die in der HRK in keiner Weise abgestimmt ist, nicht die Gemeinschaft der Hochschulen im Sinne Ihres Mandats als Sprecher repräsentieren. Die HRK bezeichnet sich selbst als die „Stimme der Hochschulen“. Das soll und muss sie auch sein. Wir brauchen sie als gemeinsames Forum und Netzwerk, um die Interessen der deutschen Hochschulen jeden Typs gegenüber allen gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere der Politik, zu vertreten und durchzusetzen. Wir sorgen uns um die Einheit der HRK, die eine Stärke des deutschen Hochschulwesens ist.

Wir sorgen uns aber auch um unseren Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort, wenn Sie als führender Vertreter des Zusammenschlusses der deutschen Hochschulen durch inakzeptable Pauschalisierungen dem Ansehen der deutschen Hochschulen und ihrer Absolventen im In- und Ausland schaden.

Für die in der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossenen Hochschulen

 

mit freundlichen Grüßen

 

Martin Sternberg

 

Fachhochschule Aachen, Fachhochschule Bielefeld, Hochschule Bochum, Technische Fachhochschule Georg Agricola Bochum, Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Hochschule für Gesundheit, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Fachhochschule Dortmund, Fachhochschule Düsseldorf, Hochschule Hamm-Lippstadt, Fachhochschule Köln, Katholische Hochschule NRW, Rheinische Fachhochschule Köln, Fachhochschule Münster, Hochschule Niederrhein, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Hochschule Ruhr-West, Hochschule Rhein-Waal, Fachhochschule Südwestfalen, Westfälische Hochschule

Wichtige Zeichen für die Zukunft der Nordrhein-Westfälischen Fachhochschulen

Pressemitteilung der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen zum Koalitionsvertrag 2012 bis 2017 der NRW Landesregierung

Bochum, 12. Juli 2012. Die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW (LRK) sieht im Koalitionsvertrag 2012-2017 der Landesregierung NRW eine Stärkung der Fachhochschulen. Dies zeigt sich besonders im weiteren Ausbau der Studienplatzkapazitäten, dem Fächerausbau sowie einer stärkeren Kooperation mit den Universitäten im Rahmen der Lehramtsausbildung und der Forschungsförderung. Die Fachhochschulen betrachten sich als Partner der Landesregierung bei dem Ziel, alle studierfähigen Talente beim Übergang von der Schule zur Hochschule und beim Weg durch das Studium mitzunehmen.

Da die Fachhochschulen bereits jetzt deutlich mehr als die im Rahmen des Hochschulpakts vorgesehenen zusätzlichen Studierenden aufgenommen haben, begrüßt es die LRK, dass sich das Land massiv für die Aufhebung des Finanzdeckels des Bundes, die Erhöhung der Vorauszahlungen, die Einführung einer Masterkomponente und die Fortsetzung des Hochschulpakts für Studienanfängerinnen und –anfänger nach 2015 einsetzt und seine Co-Finanzierung zusagt. Für die vom Land angestrebte Erhöhung des prozentualen Fachhochschulanteils an den Studienplätzen auf 40 Prozent erscheint die Verstetigung des Landesanteils der Hochschulpaktmittel nach 2020 als ein richtiger Schritt. Die Fachhochschulen erwarten daher konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieser Verstetigung.

Etwas vage stellen sich im Koalitionsvertrag die Aussagen zu Hochschulbau und Sanierung dar. Notwendige Neubauprojekte müssen durchgeführt und das Sanierungsprogramm fortgesetzt werden, in dem derzeit bis 2015 nur die allerdringendsten Fälle bearbeitet werden. Der Sanierungsstau bei den Hochschulbauten ist enorm.

Mit großer Zustimmung nimmt die LRK der Fachhochschulen zur Kenntnis, dass die Hochschulautonomie bewahrt und die Einführung eines neuen Hochschulgesetzes nicht während des doppelten Abiturjahrgangs erfolgen wird. Eine Neujustierung der Zuständigkeiten der Hochschulorgane muss, bei aller demokratischen Beteiligung, die Arbeits- und Entscheidungsfähigkeit der Hochschulen im Blick behalten und darf nicht zu einer Trennung von Entscheidungs- und Verantwortungsträgern führen.

Bei der Forschungsförderung vermissen die Fachhochschulen sowohl Aussagen zur Grundfinanzierung als auch zu konkreten Förderprogrammen, etwa der Fortführung des Programms NRW.Forschungskooperationen zur Förderung kooperativer Promotionen.

Die LRK begrüßt die Umsetzung des Landesprogramms für geschlechtergerechte Hochschulen.

Alles in allem bietet der Koalitionsvertrag eine gute Basis für die Weiterentwicklung der Fachhochschulen in den nächsten Jahren.

NRW-Hochschulen verbessern Verfahren zur Studienplatzvergabe

Hochschulen verschicken bereits Anfang August
Studienplatzzusagen - Studieninteressierte haben früh­zeitig Klarheit über Studienoptionen

Gemeinsame Pressemitteilung der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW, der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW sowie dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

6. Juli 2012

Alle 30 nordrhein-westfälischen Universitäten und Fachhochschulen haben sich auf einen gemeinsamen Zeitplan für die örtliche Vergabe von Studienplätzen verständigt. Das neue Verfahren startet sofort und betrifft bereits das Einschreibeverfahren für das Wintersemester 2012/13. Herzstück der Verabredung ist ein einheitlicher Stichtag, bis zu dem alle Studieninteressierten, die sich an einer nordrhein-westfä­lischen Hochschule beworben haben, wissen, ob sie im ersten Anlauf einen Studienplatz erhalten haben. Stichtag ist der 5. August 2012. „Das koordinierte Verfahren der Hochschulen ist gerade mit Blick auf die stei­gende Studiennachfrage zum doppelten Abiturjahrgang eine deutliche Verbesserung für alle Beteiligten. Ich danke den Universitäten und Fachhochschulen für ihre Bereitschaft zur Kooperation“, sagte Wissen­schaftsministerin Svenja Schulze.

Auslöser für das neue Verfahren war der Umstand, dass Studien­interessierte sich in der Regel an mehreren Hochschulen parallel um einen Studienplatz bewerben und bislang zu unterschiedlichen Zeiten benachrichtigt wurden. Das neue landeseinheitliche Verfahren stellt erstmalig sicher, dass Studieninteressierte sich sehr frühzeitig in Kennt­nis aller in Nordrhein-Westfalen bestehenden Zulassungsmöglichkeiten für einen Studienplatz entscheiden können. Dies soll zugleich zu einer Entlastung des Nachrückverfahrens an den Hochschulen führen.

„Wer sich bis zum 15. Juli um einen Studienplatz in NRW bewirbt, weiß bis zum 5. August, ob es im ersten Anlauf klappt. Das schafft Klarheit für alle Beteiligten“, so Professor Martin Sternberg, Vorsitzender der Lan­desrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW. Frau Professor Ursula Gather, Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Universi­täten in NRW: „Unterm Strich werden diese konkreten Maßnahmen eine spürbare Verbesserung der Vergabepraxis von Plätzen in Orts-NC-Stu­diengängen bringen. Davon profitieren die angehenden Studierenden und die Universitäten gleichermaßen.“

Fachhochschulen sind keine schlechten Universitäten

Reaktion der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen Nordrhein-Westfalen (LRK) auf die Interviews des neuen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Horst Hippler

Bochum, 22. Mai 2012. Nein, da liegt Horst Hippler, der neugewählte Chef der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), völlig daneben, wenn er in Interviews davon redet, besonders gute Fachhochschulen zu Universitäten machen zu wollen und forschungsschwache Universitäten zu Fachhochschulen. Das hat die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW (LRK) auf ihrer Sitzung in Jülich festgestellt. „Aus einer schlechten Universität kann so wenig eine Fachhochschule werden wie aus einem schlechten Trompeter ein Geiger wird“ sagt Martin Sternberg, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz und Präsident der Hochschule Bochum. Gleichwohl begrüßt die LRK grundsätzlich eine Öffnung des starren Klassensystems von Universitäten und Fachhochschulen.

 Alle in der HRK zusammengeschlossenen Hochschulen müssen ihrem, durch das individuelle Profil vorgegebenen, Auftrag zu wissenschaftlicher und künstlerischer Bildung und Forschung in bestmöglicher Weise nachkommen. Fachhochschulen würden ihre Profilierung durch angewandte Forschung und gute Lehre sicher nicht aufgeben. Als ausschlaggebendes Kriterium für die Vergabe des Promotionsrechts sehen die Fachhochschulen die wissenschaftliche Qualität der Bildungs- und Forschungseinrichtung sowie die Fähigkeit zur qualitätsgesicherten Durchführung von Promotionsvorhaben. An besonders forschungsstarken Bereichen von Fachhochschulen arbeiten seit Jahren unter der Betreuung von FH-Professorinnen und Professoren Doktorandinnen und Doktoranden, die dann gemeinsam mit in- oder ausländischen Universitäten promoviert werden. Das Ergebnis sind Doktorarbeiten auf hohem und höchstem Niveau. Gemeinsam werden die Fachhochschulen weiter für eine Förderung und Stärkung kooperativer und gleichberechtigter Promotionen an Fachhochschulen und Universitäten kämpfen.

 „Von Horst Hippler als Vertreter von Universitäten und Fachhochschulen in der HRK erwarten wir eine differenzierte Würdigung des Profils und der Forschungsleistung der Fachhochschulen.“ fasst Sternberg die Meinung der FH-Rektorinnen und Präsidenten zusammen.

Gute Chancen auf einen Studienplatz sichern

Gemeinsame Wissenschaftskonferenz muss Voraussetzungen für genügend gute Studienplätze schaffen

Bochum, 18. April 2012. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich heute für ein Studium. Dies ist auch mit Blick auf den drohen­den Fachkräftemangel eine sehr erfreuliche Entwicklung für Deutschland. Die daraus erwachsenden Chan­cen müssen wir gemeinsam nutzen. Der in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts vereinbarte Hochschulpakt kann dabei helfen. Sein Ziel war es, gute Chancen auf einen Studienplatz für diejenigen zu sichern, die zu einer Zeit ihr Studium aufnehmen, in der die Nachfrage bedingt durch die demografische Entwicklung oder den doppelten Abiturjahrgang besonders hoch sind. Alle jungen Menschen, die studieren können und wollen, sollen auch eine Chance dazu bekommen.

Für Nordrhein-Westfalen als größtes Bundesland mit den meisten Hochschulen bedeutet dies: Die Hoch­schulen haben allein bis Ende 2010 rund 28.000 zusätzliche Studienanfängerinnen und -anfänger aufgenommen. Bis 2015 soll nach den bisherigen Planungen Platz für weitere 100.000 Studie­rende geschaffen werden.

Bundesweit wird sich nach der jüngsten Prognose von Februar 2012 die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in den nächsten Jahren an die Hochschulen fast verdoppeln. In Nordrhein-Westfalen wird nach den jüngsten Berechnungen der Kultusministerkonferenz mit einem Anstieg von 56 Prozent gerechnet.

Das ist eine Größenordnung, die nicht en passant für die Hochschulen zu schaffen ist. Hier müssen alle gemeinsam – Bund, Länder, Hochschulen - nachjustieren. Wir brauchen eine partnerschaftliche Weiterentwicklung des bestehenden Hochschulpaktes, wenn mehr Studentinnen und Studenten als zunächst erwartet an die Hochschulen kommen. Bislang enthält der Hochschulpakt für diesen Fall keine hinreichend schnelle und flexible Reaktionsmöglichkeit.

Vor diesem Hintergrund  haben wir vier wesentliche Forderungen.

Erstens: Anpassung der Finanzobergrenzen

Die Hochschulen brauchen Verlässlichkeit, dass sie für die gute Ausbildung der Studienanfängerinnen und -anfänger, die jetzt noch mal on-top kommen, auch hinreichend Geld von Bund und Land bekommen. Nur so lässt sich das poli­tische Ziel auch erreichen: Alle jungen Menschen, die studieren können und wollen, müssen auch die Chance dazu bekommen, ein qualitativ hochwertiges Studium beginnen zu können. Angesichts der neuen bundesweiten Vorausberechnung der Studienanfänger­zahlen 2012 bis 2025 muss der Bund den auf dem Hochschulpakt lastenden Finanzdeckel aufheben und seine Hochschulpaktmittel erheblich aufstocken. Nordrhein-Westfalen hat bereits er­klärt, auch im Falle einer Anpassung der Finanzobergrenzen zu seinen Finanzzusagen für die Hochschulen zu stehen und mehr Geld in faire Studienchancen zu investieren.


Zweitens: Erhöhung der Vorauszahlungen

Die Vorauszahlungen im Hochschulpakt müssen an die neuen Prognosezahlen gekoppelt werden. Die Hoch­schulen brauchen für die erwartete hohe Zahl an Studienanfängern die Gelder im Vorhinein, um recht­zeitig Maßnahmen einleiten zu können.

Drittens: Einführung einer Masterkomponente

Wir wissen, dass weit mehr Studierende als zunächst von Bund und Ländern erwartet ein Masterstudium an ihren Bachelorabschluss anfügen wollen. Diese Komponente fehlt im Hochschulpakt noch gänzlich – auch hier muss dringend nachgebessert werden. Die hohen Studienanfängerzahlen beim Erststudium erzeugen mit zeitlicher Verzögerung eine erhöhte Nachfrage nach Masterstudienplätzen. Deshalb muss in den Hoch­schulpakt eine Masterkomponente eingefügt werden.

Viertens: Fortführung des Hochschulpakts nach 2015 (Hochschulpakt III)

Die Länder und die Hochschulen brauchen angesichts der neuen Entwicklung Planungssicherheit, damit die erforderlichen Maßnahmen frühzeitig ergriffen werden können. Deshalb benötigen wir jetzt eine Verständi­gung über die Fortführung des Hochschulpakts auch über den bisherigen Zeitraum hinaus.

 

Gute Chancen auf einen Studienplatz sichern

Bochum, 28. März 2012. Das Netzwerk Hochschuldidaktische Weiterbildung Nordrhein-Westfalen hdw nrw veranstaltet am 29. März 2012 an der Hochschule Bochum das „4. Forum Hochschullehre“ mit dem Titel „Gestaltung der Studieneingangsphase“. Professor Martin Sternberg, Präsident der Hochschule Bochum, wird das Forum eröffnen und über 110 Lehrende, Studierende, Experten und Interessierte aus allen Bereichen der Hochschullehre einladen, in verschiedenen Workshops gemeinsam Konzepte zur Gestaltung der Studieneingangsphase zu erarbeiten. Denn hier - ganz am Anfang des Studiums - werden die Weichen für einen erfolgreichen Studienverlauf gestellt . Tobina Brinker, Professorin und Leiterin des Netzwerks hdw nrw, geht es in der Studieneingangsphase um die Professionalisierung aller Beteiligten, damit das Lehren und Lernen umso effektiver wird. „Der Mensch soll lernen, nur Ochsen büffeln“ zitiert sie den von Erich Kästner formulierten Anspruch.

Erstmalig hat es hierzu eine Ausschreibung für einen Wettbewerb unter dem Motto: „Optimale Gestaltung der Studieneingangsphase: Wenn ich Präsident/Rektorin der Hochschule wäre und genügend Mittel zur Verfügung hätte, würde die Studieneingangsphase so aussehen…“  gegeben. Die Siegerteams werden während der Veranstaltung mit Preisen ausgezeichnet.

Abschließender Höhepunkt des 4. Forums Hochschullehre wird die Verleihung der ersten hochschuldidaktischen Zertifikate an Lehrende des Netzwerks Hochschuldidaktische Weiterbildung  sein.

Wichtigstes Ziel der Veranstaltung ist es, den Dialog zwischen Studentinnen, Studenten und Lehrenden gezielt zu stärken, indem gemeinsame Zukunftsperspektiven erarbeitet werden.  Wir laden Mitglieder aller Hochschulen und Hochschultypen ein, diesen spannenden Prozess mitzugestalten. Nähere Informationen und Anmeldungen unter www.hdw-nrw.de.   

Landesrektorenkonferenz der NRW-Fachhochschulen mahnt zur Eile Große Sorgen um zusätzliche Studienanfänger - Ist die Regierung noch handlungsfähig?

Bochum, 28. März 2012. Was die Hochschulen in den letzten Jahren schon gespürt haben, jetzt ist es amtlich: Laut Prognose der Kultusministerkonferenz gibt es von 2011 bis 2015 in NRW 66.000 Studienanfängerinnen und -anfänger mehr als noch 2009 geplant, bis 2020 sind es sogar 119.000. Mehr Jugendliche machen Abitur oder Fachhochschulreife und studieren oder kommen über eine Lehre oder Fachausbildung zur Universität oder Fachhochschule. Es gehen auch keine Wehrpflichtigen mehr zur Bundeswehr.

 

Die Hochschulen haben sich nach der alten Planung von 2009 auf den verstärkten Ansturm in den nächsten Jahren und vor allem auf den doppelten Abiturjahrgang 2013 vorbereitet. Dafür wurden ihnen nach Landesangaben im Rahmen des Hochschulpakts II insgesamt 1,8 Mrd. Euro für die Zeit bis 2015 vom Land und vom Bund zugesagt. Das hört sich nur scheinbar nach viel an; es soll aber für Hunderttausende Studienplätze reichen - und das noch nach der alten Planung, die jetzt schon von der Wirklichkeit eingeholt worden ist. In Anbetracht der tatsächlichen Studienanfängerzahlen reicht das nicht! "Ganz kurzfristig müssen jetzt die Signale aus der Politik für einen aufgestockten Hochschulpakt kommen, damit die Hochschulen Personal einstellen, Räume anmieten, Labore und Bibliotheken ausstatten und Mensen erweitern können." sagt Professor Martin Sternberg, Präsident der Hochschule Bochum, der nach der Ruhr-Universität zweitgrößten Bochumer Hochschule, und Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW. Dringend müssen Land und Bund Geld nachschießen, damit die Hochschulen auch den zusätzlichen, bisher nicht in der Planung berücksichtigten bis zu 12.000 neuen Studentinnen und Studenten pro Jahr gute Studienbedingungen bieten können. "Das Parlament ist aber aufgelöst, Regierung und Opposition befinden sich im Wahlkampf. Ob unter diesen Bedingungen verlässliche Zusagen gemacht werden können?" sorgt sich Sternberg. "Immerhin hat die Ministerin Gespräche in der nächsten Woche angekündigt."

Neuer LRK-Vorstand ab 1. September 2011

Blomberg, Juni 2011. Der Verein „Hochschule NRW“ hat auf der Mitgliederversammlung in Blomberg seinen Vorstand neu gewählt. Zum Vorsitzenden wurde Herr Prof. Dr. Martin Sternberg (Präsident der Hochschule Bochum), zur stellvertretenden Vorsitzenden Frau Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff (Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld) gewählt. Als weitere Vorstandsmitglieder haben die Mitgliedshochschulen Frau Prof. Dr. Ute von Lojewski (Präsidentin der Fachhochschule Münster) und Herrn Prof. Dr. Jürgen Kretschmann (Präsident der Technischen Fachhochschule Georg Agricola) ernannt. Die zweijährige Amtszeit des neuen Vorstands beginnt am 1. September 2011.

Hochschulen und Professoren investieren erfolgreich in die Qualität der Lehre – hdw nrw zieht positive Zwischenbilanz

Blomberg, 10.06.2011. Vor zwei Jahren entschlossen sich die nordrhein-westfälischen Fachhochschulen, die ursprünglich vom Land NRW als Projekt finanzierte hochschuldidaktische Weiterbildung selbst in die Hand zu nehmen und in eine auf Dauer angelegte Organisationsform zu bringen. Sie gründeten hdw nrw als gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung mit dem Ziel, die Qualität von Studium und Lehre nachhaltig zu verbessern. Nach zwei Jahren wurde heute bei der Sitzung der Landesrektorenkonferenz in Blomberg eine äußerst positive Bilanz gezogen.

Download:Pressemitteilung-hdw Pressemitteilung_hdw_10-06-2011

Hilfe bei der Studienwahl - Service der NRW-Hochschulen im Internet

Bielefeld, 2. Mai 2011. Achtzehn nordrhein-westfälische Hochschulen haben sich zusammen getan, um künftige Studierende bei der Wahl des passenden Studiengangs zu unterstützen. Unter der Internetadresse www.studienwahl-nrw.de kann seit dem 2. Mai ein Orientierungstest absolviert werden. Er gibt erste Hinweise darauf, was man mit seinen Interessen und Neigungen am besten studieren könnte. 

 Download: Pressemitteilung zum Start von studienwahl-nrw.de

Studienorientierung – Studienberatung – Studienerfolg: Hochschulen und Agenturen für Arbeit in NRW – bessere Studienberatung durch erweiterte Zusammenarbeit

Köln, 8. Oktober. Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministe­rium, die Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit werden im Bereich der Studienorientierung und -beratung künftig deutlich enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung unter­zeichneten Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, Christiane Schönefeld, sowie die Vorsitzenden der Landes­rektorenkonferenzen der Universitäten und der Fachhochschulen, Prof. Dr. Ursula Gather und Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff heute in Köln.

Download: Pressemitteilung zur Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung Studienorientierung (188 KB)

Anpassung der ländergemeinsamen Strukturvorgaben durch die Kultusministerkonferenz

Die Landesrektorenkonferenz der nordrhein-westfälischen Fachhochschulen (LRK) begrüßt, dass die Kultusminister die Bologna-Reform kritisch reflektieren und dies in den überarbeiteten ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Master-Studiengängen seinen Niederschlag erfährt.

Download: Pressemitteilung zu KMK-Strukturvorgaben (pdf, 24 kb)

Bachelor und Master an Fachhochschulen werden klar positiv beurteilt

Die nordrhein-westfälischen Fachhochschulen verweisen darauf, dass die Umstellung der Studiengänge auf die Bachelor- und Master-Abschlüsse, eines der Hauptziele der Bologna-Reform, inzwischen erreicht wurde und positiv beurteilt wird. Sie verstehen Bologna als kontinuierlichen Verbesserungsprozess, den sie aktiv und konstruktiv gestalten.

Download: Pressemitteilung zu Studienabschlüssen (pdf, 29 kb)

Landesrektorenkonferenz beurteilt Bologna-Prozess an ihren Hochschulen positiv

Der Bologna-Prozess hat richtige Impulse zur notwendigen Neugestaltung des nationalen und europäischen Wissenschaftsraumes gegeben. Die Fachhochschulen in NRW haben die mit dem Bologna-Prozess verbundenen Chancen früh ergriffen.

Download: Pressemitteilung zum Bologna-Prozess (pdf, 29 kb)

Vereinsgründung

Krefeld, den 14. Mai 2009 – Die Fachhochschulen Nordrhein-Westfalens haben sich heute im Rahmen einer feierlichen Gründungsversammlung in der Hochschule Niederrhein zum gemeinnützigen Verein „Hochschule NRW– Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen“ zusammengeschlossen. Mit der Vereinsgründung soll die Zusammenarbeit professionalisiert und die Stimme der Fachhochschulen noch deutlicher vernehmbar werden.

DownloadPressemitteilung zur Vereinsgründung (pdf, 1 mb)

Einigung über Serviceverfahren für die Studienzulassung

Köln und Bielefeld, den 2. März 2009 - Die Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz der Universitäten, Prof. Dr. Axel Freimuth, Universität zu Köln, und der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, Fachhochschule Bielefeld, begrüßen die Einigung über die konkrete Ausgestaltung des computer-gestützten Bewerbungssystem für die Plätze in zulassungsbeschränkten Studiengängen.

Download: Pressemitteilung zur Einigung über das Serviceverfahren zur Studienzulassung (pdf, 29 kb)

Verbesserung der Lehre

Bielefeld, den 06. Februar 2009 - Die Steigerung der Qualität der Lehre war ein wichtiges Thema auf der Tagung der nordrhein-westfälischen Landesrektorenkonferenz (LRK) der Fachhochschulen in Iserlohn am vergangenen Donnerstag.

Download: Pressemitteilung über die Verbesserung der Lehre (pdf, 10 kb)